Worte zum Abschied

Liebe Schwestern und Brüder 
Etwas mehr als 15 Jahre durfte ich in den beiden Pfarreien Altdorfs mit Ihnen das Leben und den Glauben teilen. Es waren spannende Jahre, keines war wie das andere. Für mich war die Zeit und vor allem die Begegnungen mit Ihnen ungemein bereichernd. 
Als sich im Frühling immer mehr abzeichnete, dass unser Bischof mir gerne die Aufgabe als Regens übertragen will, war dies für mich eine ungemein herausfordernde Zeit. Ich merkte, wie gerne ich in Altdorf bin und wie gern ich die Menschen hier hab. Just in diese Zeit fiel in den Gottesdiensten die Abschiedsrede Jesu an seine Jünger im Johannesevangelium. In dieser stellt Jesus den zurückbleibenden Jüngern seinen Geist als Beistand in Aussicht. Diese Worte gaben mir die Kraft zur neuen Aufgabe als Regens Ja zu sagen, auch wenn das - auch für mich - Abschied, Trennung und Schmerz bedeutet. 
Denn im Geiste Jesu weiss ich mich mit Ihnen verbunden und in ihm und im Gebet bleibe ich Ihnen allen verbunden. 
Mir ist es ein tiefes Anliegen zu danken. Das ist das zweite starke Gefühl nebst der Trauer, das sich bei mir eingestellt hat: Tiefe Dankbarkeit! 
Ich danke all den tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit denen ich in all den Jahren zusammenarbeiten durfte, den Kirchen- und Pfarreirätinnen und -räten, all den engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ja allen, ob klein oder gross, denen ich in dieser Zeit begegnen und die ich ein kleines Wegstück begleiten durfte. Danke für das grosse Vertrauen und Wohlwollen, das Sie mir entgegengebracht haben. All das ist für mich ein Riesengeschenk. Danke! 
Meine Bitte: Gehen Sie den Weg des Glaubens und des Lebens in Altdorf miteinander weiter, zusammen mit dem Seelsorgeteam. Tragen Sie mit. Bauen Sie weiter miteinander an einer lebendigen Kirche. Beten Sie miteinander um eine gute Nachfolgelösung (da werde ich von Chur aus kräftig mitbeten). Und wissen Sie sich dabei begleitet durch Gottes Geist der Liebe.
B’hüet Sie Gott und uf Wiederluege! 
Pfarrer Daniel Krieg