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Kirche Bruder Klaus
Kirche Bruder Klaus

Geschichtlicher Abriss der Pfarrei Bruder Klaus

Die Kirche Bruder Klaus wurde 1969 an der Attinghauserstrasse neben der Zwyerkapelle erbaut und eingeweiht. Zuerst war Bruder Klaus ein Pfarr-Rektorat, dann wurde 1981 eine selbständige Pfarrei errichtet. Es war der Initiative des ersten und langjährigen Pfarrers Hans Arnold zu verdanken, dass eine lebendige, aktive Pfarreigemeinschaft entstand. Bruder Klaus ist unter den Urner Pfarreien die jüngste und zahlenmässig die fünftgrösste. 2001 wurde das aus Fertigbauelementen erstellte Gotteshaus umfassend renoviert und zu einem zeitgemässen Kirchenzentrum erweitert. Aktuell arbeiten die beiden Altdorfer Pfarreien im Seelsorgeraum Altdorf zusammen. Durch die Koordination der Gottesdienstzeiten, die überpfarreiliche Wahrnehmung der priesterlichen Dienste und die verstärkte Zusammenarbeit in Verkündigung, Liturgie, Seelsorge und Diakonie werden die Kräfte gebündelt. Gleichzeitig können die Pfarreien ihr Eigenleben und Profil erhalten und weiterentwickeln.

Nikolaus von Flüe
Nikolaus von Flüe

Unser Kirchenpatron

Nikolaus von Flüe hatte schon als Kind und Jugendlicher einen ausgeprägten Hang zur Einsamkeit und zum stillen Gebet. Er nahm 1440 - 1444 als Offizier am Krieg gegen Zürich teil. Nach dem Krieg heiratete er Dorothea Wyss und wurde Vater von zehn Kindern. Er war Bauer, stieg 1459 zum Ratsherrn und Richter seiner Gemeinde auf. Man achtete ihn wegen seiner Gerechtigkeit und Klugheit; gegen höhere politische Aufgaben wehrte er sich. 1460 war er nochmals als Soldat am Feldzug gegen Thurgau beteiligt. Durch all die Jahre hindurch verliess ihn nie die heimliche Sehnsucht nach dem Einsiedlerleben. Als er seine Frau das erste Mal um Entlassung bat, war sie erschrocken und lehnte entsetzt ab.

1467 aber verliess er im Einverständnis mit Dorothea die Familie - das jüngste Kind war gerade ein Jahr alt -, um fortan als Einsiedler zu leben. Zuerst wollte er ins Elsass, fühlte sich aber von einer inneren Eingebung kurz vor Basel zurückgerufen. Er ging zunächst auf seine Alp, schliesslich aber doch an den Ort, den er in einer Vision als seine Einsiedelei gesehen hatte: eine Klause der Ranftschlucht, nur einige Minuten vom Haus seiner Familie entfernt.

Er lebte ein strenges Leben des Gebetes und der Busse, während der 19 Jahre seines Einsiedlerlebens nahm er ausser der heiligen Kommunion keine festen Speisen zu sich, wie eine vom zuständigen Bischof angeordnete Untersuchung bestätigte. Nikolaus war einer der letzten grossen Mystiker des Mittelalters. Seine Zeitgenossen beobachteten sein asketisches Leben neugierig und misstrauisch, schließlich überwogen aber Faszination und Vertrauen. Von weither kamen Menschen, um sich bei "Bruder Klaus" Rat zu holen, er galt als einer der ganz großen Berater und Seelsorger. Auf der "Tagsatzung" in Stans vermittelte er 1481 den Frieden zwischen den uneins gewordenen Eidgenossen und rettete so die Schweiz. Nikolaus von Flüe starb am 21. März 1487 in seiner Einsiedelei, 70 Jahre alt.

Das Grab von "Bruder Klaus" in Sachseln und die Kapelle an der Stelle seiner Klause in der Ranftschlucht gehören zu den wichtigsten Wallfahrtsorten der Schweiz. Er wurde seit 1669 zu den Seligen gezählt, aber erst 1947 heilig gesprochen.
  
 
Glockenspruch auf unserer Kirchenglocke
Bruder Klaus, breite deinen Segen aus. Läute Frieden über jedes Haus.

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